Luxnote Notebook

Vor fast zwei Wochen habe ich mir ein neues Notebook bei Luxnote bestellt, dass meinen fünf Jahre alten Desktop-PC ersetzen soll. Nachdem es vergangenes Wochenende eingetroffen ist, möchte ich jetzt meine Erfahrung schildern.

ThinkPad X200
X200 by stwn (CC-BY-SA)

Da der Kundenservice sich nicht gemeldet hat, bekommen die den nachfolgenden Text nicht zum Drüberlesen zugesandt vorher. Sie haben nämlich in der Empfangsbestätigung geschrieben, dass sie vor allem negative Bewertungen direkt zugestellt bekommen möchten, um ihre Wertung auf eBay nicht zu sehr beeinträchtigen zu lassen …

Vielleicht hab ich auch einfach nur Pech gehabt, jedenfalls ist nach Auftragseingang der Key Account Manager für anderthalb Wochen in Urlaub gegangen, so dass niemand auf meine Nachrichten reagiert hat. Schade, denn ich häte mir eine schnelle Zustellung gewünscht, weil ich das Notebook ursprünglich auf dem Sommerfest der Kulturen mitnehmen wollte; so sind wir auf das Notebook meiner Frau ausgewichen. Nach einer Woche erhielt ich dann eine Mitteilung, dass meine Nachricht „an den zuständigen Mitarbeiter“ weitergeleitet worden sei. Nachdem dann am Freitag der Eingang der Zahlung bestätigt wurde, kam am darauffolgenden Tag auch die Lieferung an. Super!

Das Notebook wurde mit vorinstalliertem Windows XP ausgeliefert, was okay ist, da ich eh noch Dutzende Computerspiele probieren wollte 🙂 Allerdings war nur SP2 drauf und ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich eine Aktualisierung anstoße. Vielleicht geht es auch gar nicht, was doof wäre, da bestimmte Software (wie Avira) darauf angewiesen sind. Mein Bruder hat mir eine andere Antivirensoftware empfohlen, Avast! glaube ich. Wird ausprobiert, nachdem die 30-Tage-Demo von AVG abgelaufen ist. Ich hab mir dann erst einmal auch die Programme installiert, die zwingend drauf sein sollten: Firefox, Firewall (ZoneAlarm) und halt ein AntivirenProgramm. Daneben kam dann Software drauf, die ich unter Linux nicht zum Laufen bekomme, wie etwa SongBeamer. Anschließend dann auch Texmaker unter einer TeX Live-Distribution (mit MiKTeX und TeXnicCenter hatte ich seinerzeit nur Ärger …). Kram wie GIMP und Blender dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Nachdem Windows also entsprechend konfiguriert wurde, machte ich mich daran, Linux zu installieren. Meine Distribution der Wahl ist natürlich Sabayon. Allerdings sind die ISOs gerade durchweg beschädigt. Unabhängig von der Architektur und Desktop-Oberfläche und Release-Zyklus. Soweit ich das nachvollziehen konnte, ist der Fehler bei Plymouth zu suchen, da ich nur in den Konsolenmodus booten konnte, wenn ich auf dem Live-Medium eben Splash überspringen ließ. Nach einigem Suchen fand ich dann auch den Befehl liveinst, der den Assistenten für die Installation aufruft. Allerdings musste ich feststellen, dass kein Partitionierungswerkzeug zum Verändern der Festplattengröße (eine 120 GB SSD) vorhanden ist. Hab mir das über eine Live-CD mit Ubuntu 12.10 dann meinen Wünschen entsprechend freigeräumt.

Windows wurde auf ~50 GB zurückgeschnitten und dann 30 GB für / (root) und 40 GB für /home (jeweils ext4) partitioniert. Sabayon sollte dann mit manuellem Partitionierungsschema aufgerufen werden, wenn kein LVM gewünscht ist. Ich werde hier eh keine Festplatte nachrüsten 😉

Nach erfolgter Installation dann der nächste Schock: Kein Netzzugang. CoreCDX kommt leider auch nicht mit nm-applet, vermutlich, weil Fluxbox das nicht unterstützt. Darum also wieder ein Abend Gefriemel mit wpa_supplicant. Am Ende hatte ich zwar Netz, konnte aber nicht die Namen auflösen (DNS-Problem). Es fehlte nur der dhcpcd-Dienst. Der Rest der Nacht wurde dann die Paketquellen aktualisiert und Software installiert.

Alles in allem also drei Tage Arbeit bei acht Stunden Schlaf U.U Aber hey, es läuft. Bis auf SystemD und Plymouth, die ich noch konfigurieren muss, damit die Dienste in einer sinnvollen Reihenfolge starten (wegen Verschlüsselung kommt es zu Zeitüberschreitungen).

Meine Einschätzung bzgl. Luxnote: Wenn die Rechnung erst einmal eingegangen ist, reagieren sie prompt. Allerdings war der Akku beschädigt (25 %! Selbst meine Frau hatte nach zwei Jahren Nutzung noch einen besseren!), aber ich hab ja zum Glück einen Ersatzakku mitbestellt gehabt :)). Mein Eindruck ist also eher durchwachsen.

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8 Gedanken zu “Luxnote Notebook

  1. Gut, ein X200 dürfte jetzt Baujahr 2009/2010 sein, da würde ich sowieso mit einem zusätzlichen Akku rechnen. 😉

    Wegen XP SP3 würde ich dir einfach dazu raten, das ganze Service Pack herunterzuladen und selbst zu installieren. Du bekommst das auf http://support.microsoft.com/kb/322389/de#method21

    Ob die Installation über das Windows-Update möglich ist kann ich dir allerdings nicht sagen, ich nutze sowas schon ewig nicht mehr. 😉

  2. Btw: Darf man fragen, was für einen Ersatzakku hast du denn bekommen? Für mein x200s ist gerade ein 8-Zellen-Akku Marke „Patona“ eingeschwebt, das sich allerdings nicht laden lässt.

  3. Hallo, TOMX3.

    Entschuldige die lange Wartezeit, mir ist immer wieder etwas dazwischen gekommen =/
    Also unter XP konnte ich das SP3 unter der angegebenen Seite nicht herunterladen. Es kam jedes Mal die Meldung von wegen IE benutzen. Hab’s irgendwie nicht gelöst bekommen. Vielleicht klappt’s in der Uni (Win7).

    Windows-Update hat sich bisher nie gemeldet. Werden’s wohl abgedreht haben …

    Patona 2202C mit 11.1V und 6.600 mAh (73 Wh) … http://www.patona.de/ibm-x200s-akku-11-1v-6600mah.html kommt dem am nächsten. FRU P/N 42T4650 und ASM P/N 42T4543.

    Hoffentlich helfen dir die Angaben …

  4. Ja, hab’s jetzt manuell installieren und aktualisieren können. Demnach rennt jetzt auch MatLab. Die Jungs sollten ihre Speicherbedarfplanung mal überarbeiten -.-“ Hab einen ganzen Vormittag damit verschwenden müssen.

    SP3 sollte schlichtweg beim Verkauf mitgeliefert werden, dann gäb’s auch keine Probleme.

    • Sollte man erwarten. Wenn man ein Gerät mit Windows XP verkauft, versteht es sich eigentlich von selbst das zumindest mit dem letzten verfügbaren Service Pack zu versehen. Wer weiß, wie lange die schon das selbe Systemabbild benutzen. 🙂

      Ich hab das Gerät mit nachträglich eingebautem UMTS-Modul gekauft (da dann ein Ericsson-Modul verbaut wird, im Gegensatz zur Gobi-1000-Karte im angebotenen System mit UMTS), dem vorinstallierten Windows war das Gerät unbekannt.

      Aber gut, mir war das egal. Hab das Gerät schließlich nicht gekauft, um Windows drauf laufen zu lassen.

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