Auf Jobsuche

Die Karrierebibel hat in ihren Artikelformaten angeregt, auch einfach einmal den Traumarbeitsplatz auszumalen. Vielleicht liest ja jemand mit und kann helfen 🙂 Da mein Studium in absehbarer Zeit beendet sein wird, probier ich das ‚mal …Ich bin jetzt schon seit einer Weile auf der Suche nach einer neuen Stelle. Dabei nutze ich nicht nur die Xing Jobsuche, sondern auch die Meta-Jobbörse der Karrierebibel, die indeed Suchmaschine (deren Ergebnisse per RSS-Feed abonniert werden können!) und das Karriereportal ectif.

Aber irgendwie ploppt nicht so richtig das auf, wonach ich suche …

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Flickr: „laptop“ von utnapistim (CC-BY-NC)

Zunächst einmal: Ich bin nicht räumlich mobil. Mein Kind hat … besondere Bedürfnisse, die uns die nächsten zwei Jahre noch an den Raum Stuttgart binden werden. Angebote aus Berlin oder München werde ich deswegen nicht annehmen können 😉

Ich hab in meinem Xing-Profil angegeben, dass ich nach einem KMU suche, einem Kleinen oder Mittleren Unternehmen mit höchstens 500 Mitarbeitern. Ich verspreche mir von einem solchen eine eher familiäre/kollegiale Unternehmenskultur, als ich sie bei Konzernen vermuten würde. Die Abstriche im Gehalt nehme ich dafür auch gerne hin.

An der Universität habe ich auf einem erklärenden Plakat ein tolles Diagramm gefunden. Es beschreibt den Mathematiker als Schnittstellenfunktion zwischen der IT und Wirtschaft. So etwas kann ich mir persönlich gut vorstellen, denn ich hab mich für das Nebenfach Wirtschaftswissenschaften entschieden, um die Vorgänge besser verstehen zu können. Die Vorlesungen empfand ich dabei als praxisnäher als jene in meinem Hauptfach 😉

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Flickr: „python_logo_moo
von Mike Lee (CC-BY-NC-ND)

Daneben habe ich mir selber Programmierkenntnisse in Python und JavaScript beigebracht. Anlass war der C-Kurs, der mir kompilierte Sprachen verleidete. Python ist zwar nicht ganz so effizient (wo ich also bei millionenfachen Berechnungen durchaus noch eine Compiler-Sprache empfehlen würde), lässt mich aber klarer ausdrücken, was ich eigentlich tun will. Und die Bibliotheken dazu sind vielfältig und mächtig.

Im Rahmen eines Werkstudiums bei MHM lernte ich dann auch Ruby on Rails kennen. Mir gefiel auf Anhieb die … geschwätzige Art (der Funktionsname erklärt sich selbst) und die testgetriebene Entwicklung. Außerdem nahm ich es mir zum Anlass, den Gebrauch von vim zu erlernen. Ruby ist auch eine Scriptsprache wie Python. Kommt mir also sehr entgegen 🙂

Somit habe ich also auf beiden Seiten einige Grundkenntnisse, so dass ich deren Sprache sprechen kann.

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Flickr: „diaspora_logo
von lukaso_dasein (CC-BY)

Wenn ich meine Freizeitaktivitäten so beobachte, muss ich sagen, dass es mir Spaß macht, zwischen verschiedenen Gruppen (Community und Entwickler) zu vermitteln. Ich hab mich auf die Weise schon bei Sabayon Linux und dem dezentralen Sozialen Netzwerk Diaspora* eingebracht. Gleiches ist gerade mittels meines Firefox OS Blogs für jenes Betriebssystem in Arbeit.

Das zeigt auch, dass ich mich sehr für Freie Software interessiere. Ich möchte den Quellcode inspizieren können (ggf. dazu auch die Sprache erlernen) und Veränderungen einbringen können. Die leichteste davon ist meiner Meinung nach in Form von Übersetzungen. Denn nicht jeder beherrscht die englische Sprache. Ich finde es unglaublich schade, wenn dadurch Informationen verloren gehen. Aber auch das Melden von Fehlern ist nicht sooo kompliziert.

Firefox begleitet mich im Internet, seitdem ich es kennenlernte. Den Vorgänger Netscape Navigator kenne ich hingegen nur aus Büchern (ob meines Alters). Mir gefällt es, dass dahinter eine gemeinnützige Stiftung steckt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, allen Menschen Zugang zum Internet zu ermöglichen. Auch das der Quellcode ihrer Projekte offen liegt, finde ich prima! Die MPL ist auch im Allgemeinen eine Freie Lizenz 🙂 Von daher kann ich mir gut vorstellen, eines Tages für Mozilla zu arbeiten.

Eine Zeit lang habe ich mir auch einige der größeren Netzwerke angeschaut … Facebook, Google+ und Twitter. Nachdem Facebook seinerzeit immer mehr Updates gegen den Willen der Nutzer durchdrücke (Timeline-UI …), habe ich meine Zelte dort abgebrochen und bin zu Google+ gewechselt. Nicht zuletzt wegen des vermeintlich ansprechenden GoogleMail-Accounts. Zwar haben mir nicht alle Änderungen zugesagt, aber immerhin hat das Entwicklerteam auf Feedback gehört. Nur als so ungefähr gar nichts auf die NSA-Sache kam von ihnen,  habe ich mich auch von dort zurückgezogen. Die Benutzeroberfläche und -führung ist aber inspirierend.

Von daher findet man mich momentan noch auf Twitter. Ich warte ab, wie sich das Unternehmen nach dem Börsengang verhalten wird. Sehe ich ein Verhalten wie Facebook, also ein Ignorieren der Nutzerwünsche zugunsten der Aktionäre, wird es mich auch dort nicht mehr halten. Twister bietet hier eine vielversprechende Alternative, sollte es sich stabilisieren.

Piraten
Flickr: „Piraten
von Anna L. Schiller (CC-BY-NC-ND)

Für die nähere Zukunft möchte ich mich also mit den Möglichkeiten der P2P-Architektur beschäftigen. Auch wenn ich Mathematiker bin, ist mir Kryptologie eine Spur zu hoch. Hoffnungen setze ich in ein dezentrales, freies und offenes Internet, dass verschlüsselt, was immer möglich ist. Man bedenke, dass ja nicht nur Geheimdienste ein Interesse an unseren Daten haben … Dies motivierte mich, in die Piratenpartei einzutreten.

Soviel also zu mir. Ich würde mich freuen, wenn du Tipps hättest, nach welchen Job-Bezeichnungen ich suchen könnte. „Web-Developer“, „Web-Entwickler“ und dergleichen führen mich irgendwie nicht zum Ziel … Gerne auch per E-Mail 🙂

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