Xing: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass?

Xing ist ein Soziales Netzwerk mit Schwerpunkt auf Unternehmen. Finde ich gut, denn so kann man sich auch schon als Student mit einigen Unternehmen in Verbindung setzen. Allerdings krankt es dann doch an vielen Ecken.

Ein Erfahrungsbericht.

Xing icon
Xing icon
von Jurgen Appelo (CC BY)

Neben Xing bin ich derzeit insbesondere auf Twitter aktiv. Von daher freue ich mich auch, dass es die Möglichkeit gibt, Beiträge über Xing mit Twitter zu teilen. Das schaut dann so aus:

Message Box at Xing

Xing-Empfehlungen können über Twitter und Facebook geteilt werden.

Jetzt kommt es aber insbesondere beim Teilen von Links und dergleichen vor, dass Twitter’s 140 Zeichen-Grenze überschritten wird. Was dann zu einer hässlichen Ellipse führt.

Nichts, was sich nicht verbessern ließe. Dabei hält sich der Arbeitsaufwand sogar arg in Grenzen. Also ran an die Tasten und nachgefragt. Die Antwort?

Hallo Herr Jaenisch,

eine Link-Vorschau ist leider nicht möglich. Da Facebook und Co. oft etwas an der API verändern, können die Beiträge nicht erfolgreich compiliert werden. Das finden wir auch sehr schade.

Ähm, was hat das mit einer API zu tun? Und warum liegt das Problem seit 2012 unangetastet? So kann man auch Mitglieder verärgern.

Wie dem auch sei, es geht.

Message Box at Xing with preview next to it

Xing-Empfehlungen können über Twitter und Facebook geteilt werden. Jetzt mit Vorschau!

Ich hab mich also mal einige Stunden hingesetzt, und etwas mit GreaseMonkey gebastelt. Durch einen Hinweis bin ich darauf gekommen, mir noch einmal die XING AGBs anzusehen, um festzustellen, dass ich mit Einsatz dieses Helferlein gegen AGB 4.2 verstoße. Nichtsdestotrotz lasse ich den Code online. Die Lizenz erlaubt es XING, meine Arbeit zu übernehmen und sogar ClosedSource weiterzuverwenden. Um nichts anderes geht es mir.

Ich bin mir bewusst, dass ich hier gegen Regeln verstoße. Ich betrachte AGBs aber auch als das: eine Diskussionsgrundlage. Im Forum bemühe ich mich, wenigstens die Rechtslage weiter zu klären. Falls XING mich jetzt also sperren sollte, wäre das für mich finanziell erst einmal nicht weiter tragisch: Ich benutze immer noch einen kostenlosen Basis-Account. Allerdings würde es auch ein eher zweifelhaftes Licht auf die Plattform werfen.

In Anbetracht des großen Konkurrenten aus Übersee LinkedIn täte XING meiner Meinung nach gut daran, seine Community nicht noch mehr zu vergraulen. Beispielsweise könnten Hackathons ausgelobt werden, um Features zu entwickeln. Soweit ich weiß, finden sich vor allem aus der deutschsprachigen IT-Branche so einige Mitglieder auf der Plattform. Warum diese nicht einbinden? Quasi als freie Mitarbeiter.

Oder auch den Studenten eine Möglichkeit bieten, erste Meriten zu sammeln. Es muss ja nicht immer gleich Unternehmensgrößen wie IBM oder Google sein, die denen eine Chance bieten.

Zu beachten sind mögliche Einfallstore durch GreaseMonkey-Scripte: Ungesicherte Verbindung, die Code modifizieren könnte, DoS-Angriffe durch Überlastung der Server, Nachbau von „Features“, für die XING derzeit Geld verlangt (ganz ehrlich? Bleibt dabei. Menschen sind bereit, auch für Komfort zu zahlen …).

Ich bin gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Währenddessen werde ich das Script weiter ausbauen 🙂

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