Einbahnstraße Google Gesture

Gestern las ich auf derStandard.at von Google Gesture – einem Konzept zur Übersetzung von Gebärdensprache in Lautsprache. Ich möchte erklären, warum ich es noch nicht als ausgereift betrachte.Zunächst einmal, seht euch das Video an:

Im Prinzip werden durch die Armbänder Ströme gemessen, die durch die Unterarme fließen, um den Fingern ihre Motorik zu befehlen. Die Messdaten werden an das angekoppelte Smartphone übertragen und dort in Lautsprache übersetzt (quasi ein Wörterbuch).

Über Google Translate oder andere Übersetzungsdienste ist es so möglich, (US-Amerikanische?) Gebärdensprache in jede unterstützte Lautsprache zu übersetzen.

Meine Kritik:

  1. Es werden weitere Faktoren der Gebärdensprache übersehen. Zunächst einmal muss man wissen, dass es nicht die eine Gebärdesprache gibt; es gibt für jede Lautsprache ein Pendant für Gehörlose + die Internationale Gebärdensprache (vergleichbar mit Esperanto?). So bezieht beispielsweise die Deutsche Gebärdensprache auch Mimik und Körperhaltung ein, was an den Unterarmen nicht zu messen sein dürfte.
  2. Es wird nur von Gebärdensprache in Lautsprache übersetzt – nicht andersherum. Damit kommen die Studenten der Berghs School of Communications ihrem Ziel nicht nach, im Sinne von Google Informationen jegliche Grenzen überwinden zu lassen.

Ich halte den Ansatz von Microsoft geschickter, Kinect für die Übersetzung heranzuziehen.

Aber vielleicht hilft es Schriftdolmetschern bei ihrer Arbeit. Was denkt ihr?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s